15/04/09 München

Freedom Fire

Hütehund Calvin? Nein: Freedom Fire!

Die Zahl der aktuellen Calvin-Biografien ist schon unübersichtlich, nun ist auch eine im Gütersloher Verlagshaus erschienen, und siehe: Die letzte wird die Beste sein (bis auf die im Wichern-Verlag erschienene versteht sich ;-). Sie stammt aus der Feder des niederländischen Kirchengeschichtlers Herman J. Selderhuis. Dass dieser Calvin-Intimus trotz riesiger Kenntnis ein so heiter-distanziertes Buch schreiben kann – Chapeau! Besonders schön sein Vorschlag, man möge sich Calvin als „Hütehund Gottes“ vorstellen, „der über die Schafe wachen, die Herde beim Schäfer halten und den Schäfer beschützen wollte“. Wie Recht Selderhuis hat, belegt ein Ausspruch Calvins: „Ein Hund bellt, wenn er sieht, dass sein Herr angegriffen wird. Ich wäre sehr feige, wenn ich sehe, dass Gottes Wahrheit angegriffen wird und dann stumm bliebe und keinen Laut von mir gäbe!“ Ungewollt komisch – oder aber genial gaga – ist ein Satz in der Verlagsankündigung zum Selderhuis-Buch, in der die Frage aufgeworfen wird: „Wenn er ein Herz hatte, was war darin?“ (Das sehr empfehlenswerte Buch heißt: Herman J. Selderhuis: Johannes Calvin – Ein Mensch zwischen Zuversicht und Zweifel. Eine Biografie, Gütersloh 2009)

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