01/11 Attendorn

Sonntag, 6.42 Uhr. Im Regionalzug Gelsenkirchen-Hagen sammeln sich die Opfer der Nacht: überwiegend türkischstämmige Jugendliche, die Jungs halten sich und andere mit Macho-Sprüchen und klirrender Handy-Musik wach, die Mädels dämmern langsam unter ihrer verlaufenen Schminke weg. Manche tratschen und lästern noch. „Das sind Schweinefleischfresser“, tönt es durch den Waggon. Was wiederum Assoziationsketten beim bibelkundigen ausgeschlafenen Mitpassagier auslöst. Gab es einen Schweinfleischstreit nicht schon vor fast 2000 Jahren, als sich die ersten Christen darüber stritten, ob die Befolgung der jüdischen Speisegesetze Voraussetzung für gottgefälliges Leben ist? Und noch immer gilt Schweinefleischverzehr als streitträchtig – beachtlich!  Im Attendorner Gottesdienst ist davon nichts zu spüren: Da geht es um Gardinen. Und was Calvin damit zu tun hat.

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