02/06 Alpenglüh’n und Gotteswort

Florian Silbereisen

Ja, es gibt ihn: Florian Silbereisen

Auch an manchen Lena-freien Samstagen ist das Wort zum Sonntag oft überflüssig. Dann, wenn Florian Silbereisen & Co. zu Fernsehfesten der Volksmusik einladen. Da gehts weiß Gott nicht nur um Gipfelsturm und Alpenglühn, sondern auch um Gott und Glauben. Millionen Menschen hören bereitwillig die gesungenen Kitschpredigten von Florian Silbereisen und Stefanie Hertel, den Kastelruthern, Wildeckern, Zillertalern und wie sie alle heißen. Da gehts um Heimat und Berge, Gott und Santa Maria dell-sonstwo. Eigentlich ist die Szene tabu für unsereins. Ich habe mich dennoch hineingewagt, habe die enge, kleine – und dabei überaus erfolgreiche – Welt der volkstümlichen Musik am eigenen Leibe erlebt. Was da abseits der Kirchen an Wohlfühl-Schunkel-Welt  entstanden ist, sollte keinen kalt oder nur die Nase rümpfen lassen. Wie Gott da klein gemacht wird, kann keine noch so gute Predigt wieder auffangen.

Das Sonntagsblatt hat das Thema zur Titelgeschichte gemacht; nachzuhören ist das Unsägliche am Sonntag früh um 8.30 Uhr im Bayerischen Rundfunk (B2, Reihe „Evangelische Perspektiven„). Zu Wort kommen die Sängerinnen Angela Wiedl und Barbara Dorfer, der Kasseler EC-Bundespfarrer Rudolf Westerheide und die Dortmunder Musikwissenschaftlerin Mechthild von Schoenebeck. Sprecher ist der genial-feinsinnige Sprecher und Schauspieler Peter Weiß. Und es gibt viel, viel Musik. (Foto: Uwe Birnstein)

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