15/11 Wann ist ein Christ ein Christ?

Genügt die Taufe? Das Nachsprechen des Glaubensbekenntnisses? Muss ein Christ in Jesus den Christus sehen? Oder reicht es, einfach ein guter Mensch zu sein? Fragen über Fragen – und die humorige Antwort eines Theologieprofessors sind in dem Beitrag „Zum Sonntag“ zu hören, der am 13. November im Bayerischen Rundfunk lief. Wer nicht hören will, kann lesen – hier.

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5 Antworten to “15/11 Wann ist ein Christ ein Christ?”

  1. Peter Kühn Says:

    Wann ist ein Christ ein Christ? Sollte die Frage nicht sein wann ist ein Mensch ein Christ?

    Ist diese Begriffserklärung dann falsch?

    Als Christ wird eine Person bezeichnet, die sich zu Jesus von Nazaret und dessen Lehren bekennt, die im Neuen Testament der Bibel überliefert sind.

    Woran liegt es das ich bei diesem Beitrag der Argumentation nicht folgen kann, warum versteh ich nicht was mir der Beitrag sagen möchte? Weil ich die Frage ob ich ein Christ bin mit gutem Gewissen spontan mit Nein beantworten würde? Oder liegt es daran das die gewählten Argumente nicht so eindeutig überzeugen können, oder daran das man das Thema nicht in vier Minuten erklären kann?

    Ich weiß es nicht! Mir hat der Beitrag diesmal nicht wie gewohnt geholfen theologische Zusammenhänge und Fragen besser verstehen zu können, leider.

  2. birnsteinsblog Says:

    Das Schöne am christlichen Glauben ist, dass er sich nicht in Paragraphen und Dogmen zwängen lässt. Deswgen bleibt die Definition offen, was einen Christen ausmacht. Lexikalisch könnte man antworten, ein Christ müsse dies oder das glauben, nur dann sei er ein „richtiger“ Christ. Aber wer will das beurteilen? Jesus jedenfalls meint, es komme weniger auf den Glauben als auf soziales Tun an (Mt 25).
    Hanns Dieter Hüsch stellte sich einmal vor, er würde im Himmel gefragt, ob er gläubiger Christ sei, seine Antwort: „Ziemlich“. Was die himmlischen Diener kommentierten: „Das will hier nichts Besonderes heißen / Im Himmel sind alle willkommen die / Guten Willens sind.“ That’s it.

    Lese-Tipp: Georg Schwikart: Der Kabarettist. Wie Hanns Dieter Hüsch den lieben Gott zum Schmunzeln brachte, Wichern Verlag 2010

  3. Peter Kühn Says:

    Das ist mein Problem mit Religion und Theologie, Tausende schreiben darüber, aber keiner kann etwas definieren, noch nicht mal das was man glauben soll. Dann kann auch jeder schreiben was er möchte, wenn Luther und Melanchthon auch nur Geschichtenschreiber waren. Ich frage mich, wie Luther darauf gekommen ist zu sagen, dass es nicht auf Werke ankommt, sondern nur auf den Glauben und Gottes Gnade. Bin ich auch ein Christ, nur weil ich für soziale Zwecke spende oder mich sozial engagiere – oder sind Buddisten oder Muslime die Gutes tun, in Wirklichkeit Christen? Alles sehr verwirrend für mich, und logisch nicht nachvollziehbar. Und wer hat dann das Recht, andere zu Fundamentalisten zu erklären, nur weil sie Glauben anders interpretieren?

  4. sp Says:

    … vielleicht hilft folgendes Zitat weiter…

    „Es besteht immer wieder die Gefahr, dass man die Frage danach, was ein Christ ist, mit einer Reihe von Bedingungen zu beantworten versucht, die ein Mensch erfüllen muss, um ein Christ zu sein: etwa dass man sich mit der Religionszugehörigkeit anmeldet, dass man seinen Kirchenbeitrag leistet, dass man einen Taufschein vorweisen kann, dass man durch frommes Verhalten wie Gottesdienstbesuch und Liebestätigkeit sich als Christ erweist. Doch Luther dreht die Frage um. Er fragt nicht: „Was ist ein Christ?“, sondern er fragt danach, was einen Menschen zum Christen macht, wie ein Mann Christ wird, wie eine Frau Chrisitin wird, nämlich: nicht aus eigenen Kräften. Der Christ ist am Punkt der Konstitution des Glaubens ein Empfangender. Nicht durch Tun kommt Christsein zustande, sondern durch Hören. Es ist kein eigenes Werk, sondern Gottes Handeln.“ (G. Adam in TLL1)

  5. Peter Kühn Says:

    Eine einfache Frage: „Wann ist ein Christ ein Christ?“, aber wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist keine einfache und schon gar keine alles umfassende Antwort möglich. Eine Definition ist für mich eine Abgrenzung durch Bestimmung des Wesens einer Sache oder eines Begriffs durch Fakten. Vielleicht ist die Tatsache, dass ich die Fakten nicht logisch zusammen tragen kann, der Grund für meine Verwirrung. Die letzten beiden Beiträge von birnsteinsblog und sp haben mir aber geholfen es ansatzweise verstehen zu können. Dankeschön!
    MfG Peter Kühn

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