Archive for April 2010

28/04 München

29. April 2010

„Wir wollen dankbar sein!“ Mein Leitspruch. Bleibt er auch. Trotzdem sei die Frage erlaubt: Warum kommen zwei Wochen vor dem Ökumenischen Kirchentag nur acht Menschen zu einem groß angekündigten Vortrag zum Thema Ökumene? Seltsam…. Bevor ich zu spekulieren beginne: Es war ein schöner Abend im kleinen Rahmen.  Mein katholischer Compagnon Georg Schwikart und ich haben uns gestritten und wieder versöhnt – und hinterher gabs ein Eis im Schwabinger Café in lauer Sommernacht. Da zählt nicht mehr katholisch oder evangelisch. Nur noch Eierlikör oder Amarena.

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27/04 Kuschelökumene? Nein, danke!

27. April 2010

Die Münchner Presse stellt sich langsam auch inhaltlich auf den Ökumenischen Kirchentag ein. Da wird nicht nur über Bettsuche und nettes ökumenisches Schulterklopfen geschrieben, auch kontroverse Themen kommen zur Sprache. Zum Beispiel in dem Interview, das der renommierte Münchener Merkur in seiner heutigen Ausgabe brachte und damit auf die morgige Lesung zum Wendebuch von Georg Schwikart und mir hinweist.

24/04 Vatikan

24. April 2010

Radio VatikanHalleluja: Radio Vatikan empfiehlt das von mir und Georg Schwikart geschriebene ökumenische Wendebuch als „Buchtipp„, denn es es sei „ein witziges aber dennoch theologisch korrektes Buch“. Und das trotz des schmissigen und ziemlich bösen Titels: „Katholisch? Never! Warum Katholiken überflüssig und Evangelische die wahren Christen sind“. Was zeigt, dass die vatikanischen Rezensent(inn)en das Buch, wie vorgesehen, umgedreht haben. Da lasen sie dann etwas, was sie versöhnt haben dürfte: „Evangelisch? Never. Warum Evangelische überflüssig und Katholiken die wahren Christen sind“. Diese Buchseite werden römische Buchhandlungen wohl nach vorne wenden. Erhältlich ist es in jeder Buchhandung – oder per Internet auch hier.

22/04 Osnabrück

24. April 2010

Beim Calvin-Vortrag wars kalt, bei Melanchthon warm: Der Saal der reformierten Bergkirchengemeinde war gut geheizt und diesmal nicht zu klein, als es um das Leben und Wirken Melanchthons ging.  Dass das Interesse in einer evangelisch-reformierten Kirchengemeinde größer am Genfer als am Wittenberger Reformator ist, ist verständlich. Aber immerhin verband Calvin und Melanchthon eine enge Brieffreundschaft und – leider! – Einigkeit in Sachen Hinrichtung des Ketzers Michael Servet.

21/04 Hamburg

22. April 2010

Die Entstehungsgeschichte der Hamburger Melanchthonkirchengemeinde kann man auch sinnbildlich verstehen: Sie hat sich von der Luther-Gemeinde abgespalten. Vielleicht ist das daraus entstandene Selbstbewusstsein ein Grund dafür, dass so viele Interessierte zum multimedialen Vortrag kamen.  Darunter auch Hans-Jürgen Benedict, friedensbewegter Pastor und Diakonie-Professor. Beim Wein danach zogen wir Verbindungen von Melanchthon zu Lessing – denn über den schreibt Benedict gerade eine Biografie für die Buchreihe „wichern porträt“.

20/04 Pinneberg

21. April 2010

geist-reich

geist-reich

Eines eint mich mit Melanchthon: Wer Bücher schreibt, muss sie auch unters Volk bringen. Der Reformators liebste Buchhandlung kenne ich nicht, meine schon: Sie heißt „geist-reich“ hat nicht nur Bücher im Programm, sondern auch allerlei nette Kleinigkeiten, die das fromme Leben bereichern können. Inhaber Stefan Schüddekopf lud seine Kunden zum Melanchthon-Vortrag und bei Tee und Plätzchen wurde des Humanisten gedacht. Wem der Weg nach Pinneberg zu weit ist: geist-reich ist auch im Internet vertreten, sogar mit einem Birnstein-Internetshop. Das war Melanchthon noch nicht vergönnt.

19/04 Gütersloh

20. April 2010

Melanchthon hatte Recht, man lernt nie aus: Gütersloh wurde früher in frommen Kreisen wegen der vielen Gläubigen Nazareth genannt, erfuhr ich in der historischen Apostelkirche. Sie bildet den Urkern der Stadt, umringt von wunderschönen Fachwerkhäuschen, die melancholisch- melanchthonisches Mittelalterfeeling aufkommen lassen. Am Todestag Melanchthons lag ganz besondere Atmosphäre über dem Abend. Und hinterher gabs einen Gedächtnistrunk mit einem trockenen Franken. Auf Philippus, der uns 450 Jahre lang aus seiner himmlischen Universität begleitet!

18/04 Sankt Augustin

18. April 2010

Bischofsquartett - Einer muss gehn

Bischofsquartett - Einer muss gehn

Premiere: Zum ersten Mal trugen Georg Schwikart und ich aus unserem gemeinsamen Pattloch-Buch „Evangelisch / katholisch? – Never!“ vor. Rund 100 Interessierte, etwa 2/3 katholisch, 1/3 evangelisch, kamen ins Museum der Kulturen der Steyler Missionare. Wir teilten aus, steckten ein – und es entstand ein sehr unterhaltsames und informatives Gespräch mit dem Publikum. Zum Dank gabs diesmal keinen Wein vom Veranstalter, sondern ein Bischofsquartett. Alle Bischöfe Deutschlands auf einem Kärtchen, mit Geburtstdatum, Gründungsdatum des Bistums, Bischofsweihe, Hausnummer…. gut vorstellbar, aber leider nicht vorhanden sind Daten wie „vertuschte Missbrauchsfälle“ oder „ausgeteilte Watsch’n“. Das würde noch spannendere Spielstunden und Stiche bedeuten. Vielleicht bei einer Nachauflage?!? Das Quartett muss sowieso bald neu gedruckt werden. Denn einer muss gehen…. Wissen Sie, welcher? Ich schon 😉

17/04 Lutherstadt Wittenberg

18. April 2010

Melanchthon-Theater

Melanchthon-Theater

Au weia, hoffentlich hat Melanchthon aus dem Himmel das nicht gesehen: Nur 17 Leute wollten einen Vortrag über ihn hören, nachmittags im traditionsreichen Bugenhagenhaus.  Bildung ist eben auch im Protestantismus oft nur ein Ideal, sogar im historischen Zentrum der Reformation. Immerhin: Zur Theateraufführung im Melanchthonhaus kamen mehr Menschen und sahen grandiose Szenen eines Theaterspektaktels.

16/04 Bremen

17. April 2010

Was würde Melanchthon zu Gesamtschulen sagen? Wenn sie Griechisch unterrichten, auf jeden Fall nur Gutes.  An der Gesamtschule Ost in Bremen gehört die alte Sprache zwar nicht zu den Pflichtfächern. Trotzdem hätte auch Melanchthon Gefallen an dieser Schule. Allein schon der Theatersaal würde seinen Vorstellungen von (schau)spielerischem Lernen gerecht werden. Und er hätte sich wohl dem gemeinsamen Besuch des Stückes „Nathan der Weise“ angeschlossen.

Besonders freuen würde er sich darüber, dass Nihal Kilinc, Schülerin der 12. Jahrgangsstufe, einen so freundlichen Artikel über ihn und die Lesung geschrieben hat – nachzulesen auf den Frauenseiten Bremen.